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Teil 2: Interview mit Bürgermeister Ortwin Baier, Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

Wie in der vorangegangenen Ausgabe der TeltowFlämingPost ausführlich berichtet, startete Rolls-Royce im Mai die Produktion einer neuen Triebwerksreihe in Dahlewitz. Rolls-Royce hatte sich vor mehr als zehn Jahren nach umfangreicher Suche für den Standort Dahlewitz in Brandenburg entschieden und Stück für Stück seine Produktion am Standort ausgebaut. Wir fragten den Bürgermeister Ortwin Baier der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow, warum eigentlich hier und wie alles begann?

Wie der Bürgermeister berichtet, hatte die Gemeinde vor 14 Jahren kurz nach der Wende mehrere Gewerbegebiete ausgewiesen. Eines davon besonders verkehrsgünstig an der Autobahn und in Flughafennähe in Dahlewitz gelegen. Man ging realistisch und konsequent voran: die damalige ehrenamtliche Wirtschaftsförderung der Kommune nahm gezielte Ansprachen an Großunternehmen vor, u.a. gab es auch eine erste Kontaktaufnahme mit BMW/Rolls-Royce. Das Unternehmen prüfte die so genannten „harten Standortfaktoren“ sehr sorgfältig und entschied sich für Standort Dahlewitz.
Ortwin Baier sieht einen Grund für die Ansiedlung in der Lage des Ortes mit seiner guten und modernen Infrastruktur zu moderaten Preisen. Lage, Erreichbarkeit und gut ausgebildete Arbeitskräfte kommen in Blankenfelde-Mahlow zusammen. Die optimale Verkehrsanbindung über die S-Bahn an Berlin im 30 Minutentakt, abgestimmte Anbindung des Bahnhofs mit dem öffentlichen Nahverkehr, die Autobahn und die Nähe des Flughafens machen den Standort besonders attraktiv. Damit bieten sich für große und kleine Unternehmen sehr gute Ansiedlungsmöglichkeiten.

Für die Anwohner und Mitarbeiter bedeutet Blankenfelde-Mahlow: Wohnen im Grünen mit ruhigen Stellen der Naherholung, ideal für Familien. Ein ausgewogenes Angebot von Kultur, Handwerk und Dienstleistungen, acht Schulen und Betreuung der Kinder in 14 Kindertagesstätten mit unterschiedlichen pädagogischen Methoden bieten eine Rundumversorgung. Die Kommune hat beispielsweise in Kooperation mit Rolls-Royce auch in einer Kita ein Betreuungsangebot bis 22.00 Uhr, auch samstags, realisiert, was sehr gut von den Mitarbeitern des Unternehmens genutzt wird. Das sorgt für große Akzeptanz bei den zugezogenen Familien. In mehr als 75 Vereinen können die Anwohner ihre Freizeit gestalten: Golf, Segeln am Rangsdorfer See, Fußball, Bogenschießen, Kultur und Heimatgeschichte, gesellschaftliches Zusammenleben sind die sogenannten „weichen Standortfaktoren“, die den Zugezogenen das Wohlfühlen leicht machen – und auch das Shoppen in der Weltstadt Berlin oder der Theater- und Museumsbesuch ist in 30 Minuten per S-Bahn möglich.

Bürgermeister Ortwin Baier betont sehr, dass mit der Ansiedlung von großen Unternehmen wie Rolls-Royce, Dahlback oder dem niederländischen Van der Valck Business-Hotel eine „Sogwirkung“ entstanden ist, so dass sich auch kleinere und mittlere Unternehmen in den Gewerbegebieten und im Ort ansiedelten.
Also rundherum eine gelungene und sukzessive gestaltete Wachstumsgeschichte für die Kommune und die Neubürger.