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Neue Geschäftsmodelle für Teltow-Fläming?

Klimaschwankungen gab es schon immer. Eis- und Warmzeiten sind gekommen und gegangen. Der jetzige Klimawandel ist mindestens seit ca. 20 Jahren mit wissenschaftlichen Methoden global gut messbar. Die Mitverursacher – wir Menschen – mit unserem übermäßigen Ausstoß von Atmosphäre schädigenden Gasen sind eindeutig ermittelt. Aber wir wollen unser Verhalten und unsere Bequemlichkeit nur sehr widerwillig aufgeben.

Der vergangene Juli mit seiner Rekordhitze hat selbst den so genannten Jahrhundertsommer 2003 übertroffen. Der Temperaturanstieg war durchgängig. Wir haben die Auswirkungen gespürt und gesehen. Verdorrte Felder, vertrocknete Weiden, versiegende Flüsse, eingestellter Frachtverkehr in der Binnenschifffahrt, erhöhte Waldbrandgefahr, Winterfuttermangel für die Tiere, gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Hitze besonders für ältere Menschen und Kinder, Quallenwachstum im wärmeren Wasser an der Ostsee. Global gesehen musste New York den Notstand ausrufen und für die Bevölkerung zur Abkühlung die Hydranten in den Straßen öffnen und Einschränkung der Nutzung der Klimaanlagen anordnen. Johannesburg verzeichnete in der jetzigen Wintersaison den ersten Schnee in unerwarteten und nicht handhabbaren Mengen seit 25 Jahren, Strände am Mittelmeer mussten sehr weitläufig für den Badebetrieb gesperrt werden und Biologen verzeichnen bei uns Einwanderungen von Tierarten, die sich sonst nur in wärmeren Regionen der Welt aufhalten können.

Besonders für die Landwirtschaft wird es in Brandenburg zukünftig schwierig werden und intelligente Umstellungen erforderlich machen. Die Klimaforscher sind selbst erschrocken über die Intensität und Schnelligkeit mit der der Klimawandel voranschreitet und sie ihre Prognosen adaptieren müssen. Für Brandenburg sagen sie in den nächsten 40 Jahren eine Zunahme der Sommertemperaturen um 1,5 bis 2 Grad im Durchschnitt und eine Abnahme der Niederschläge von -10% bis -20% in den Sommermonaten voraus, welches eine verstärkte „Versteppung“ nach sich zieht.

Übrigens hatten Kids aus Grossbeeren, die mit dem Ferienpass schon 2004 das PIK (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung) besuchten, damals Gelegenheit mit PIK Forscher Manfred Stark zu diskutieren und zu erfahren, dass sich zum Beispiel zukünftiger Weinanbau durchaus in Brandenburg „rechnen“ könnte. Leider wird sich der Traum von einer Selbstversorgung von Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen, Zitronen und Orangen à la Toskana auf der Fläche in Brandenburg nicht verwirklichen lassen, da wir nach wie vor Winter mit Frosttemperaturen und natürlich zuwenig Wasser haben werden.

Gerade das Wasser: Aufgrund der Melioration in der fünfziger Jahren wurden in Brandenburg im großen Stil Areale „frei geräumt“ und entwässert („einem Ingenieur ist nichts zu schwer“) und damit bewirkt, dass Niederschläge auf dem Boden sehr schnell kanalisiert und in die Ostsee abgeleitet werden. Die wenigen Niederschläge in Brandenburg bleiben damit nicht hier im Boden.

Wie kann insbesondere die Landwirtschaft dennoch weiter existieren? Was kann der Einzelne tun? Wieder einmal sind kreative Ideen gefragt, die Ungewohntes versuchen.

Mehr in der nächsten Ausgabe der TeltowFlämingPost.