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Dass die sogenannten 1-Euro- Jobs für Arbeitslose in Realität als Arbeitsplatzvernichter am ersten Arbeitsmarkt wirken könnten, war vielfach vermutet worden (die TFPost berichtete). Der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister e.V. (AMP) in Berlin hat nun seine Mitgliedsunternehmen nach möglichen Auswirkungen der so genannten 1-Euro-Jobs befragt. „Die Ergebnisse unserer Umfrage kann man nur als dramatisch bezeichnen”, sagte der Vorstandssprecher des AMP, Peter Mumme, in Berlin. „Dass diese Zahlen herauskommen würden, hat uns selber überrascht.” Auf den ersten Blick, so Mumme weiter, wirkten die Umfrageergebnisse nicht so erschrekkend. Immerhin hätten auf die Frage, ob die 1-Euro-Jobs zu Stellenverlusten bei den Mitgliedsunternehmen geführt hätten, 59% mit Nein geantwortet. Die Befragungen zeigten jedoch auch, dass 37% der AMP- Mitglieder durch 1-Euro-Jobs Stellen verloren haben. Noch schlimmer werde es, betonte Mumme, beim Blick auf die von den AMP-Mitgliedsunternehmen gemeldeten Stellenverluste. Allein hier seien mehr als 570 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren gegangen, weil Kunden von Zeitarbeitsunternehmen aus Kostengründen auf 1-Euro- Kräfte ausgewichen seien. Betroffen seien dabei fast alle Branchen, besonders zwar der Pflegebereich, die Abfallwirtschaft und der Reinigungsbereich, aber u. a. die Elektrobranche und der kaufmännische Bereich. Die Hebel der 1-Euro-Jobs scheinen einmal mehr kontrakproduktiv zu wirken und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnissezu gefährden.
Ch. Dunkel